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Gesetzliche Kündigungsfristen Arbeit
Die gesetzlichen Kündigungsfristen nach § 622 BGB schützen Arbeitnehmer vor kurzfristigen Vertragsbeendigungen. Grundsätzlich gelten vier Wochen zum 15. oder Monatsende, für Arbeitgeber verlängern sich die Fristen je nach Betriebszugehörigkeit. Fehler bei der Fristberechnung können teuer werden – eine rechtliche Prüfung ist oft sinnvoll.
Betriebsbedingte Kündigung trotz Schwerbehinderung
Schwerbehinderte Arbeitnehmer genießen besonderen Kündigungsschutz: Eine betriebsbedingte Kündigung ist nur mit vorheriger Zustimmung des Integrationsamts und unter strengen Voraussetzungen des KSchG wirksam. Sozialauswahl, Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten und behinderungsbedingte Belange müssen umfassend geprüft werden. Betroffene sollten unbedingt die Drei-Wochen-Frist beachten.
Betriebsbedingte Kündigung trotz Schwangerschaft
Schwangere genießen umfassenden Kündigungsschutz: Eine betriebsbedingte Kündigung während der Schwangerschaft und bis vier Monate nach der Entbindung ist grundsätzlich unwirksam. Nur in extremen Ausnahmefällen darf die Aufsichtsbehörde zustimmen. Betroffene müssen Schwangerschaft sofort melden und innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erheben.
Außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund
Die außerordentliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis sofort und erfordert einen wichtigen Grund nach § 626 BGB. Arbeitgeber müssen die Zwei-Wochen-Frist einhalten und zuvor oft abmahnen. Betroffene haben nur drei Wochen für die Kündigungsschutzklage. Viele fristlose Kündigungen sind rechtlich angreifbar.

Kündigung wegen verhaltensbedingten Gründen
Eine verhaltensbedingte Kündigung setzt schuldhaftes Fehlverhalten voraus und erfordert meist eine vorherige Abmahnung. Häufige Gründe sind Arbeitsverweigerung, Unpünktlichkeit oder Beleidigungen. Arbeitnehmer haben nur drei Wochen Zeit, Kündigungsschutzklage einzureichen. Da viele Kündigungen fehlerhaft sind, lohnt sich eine rechtliche Prüfung, um Ansprüche zu sichern und Nachteile zu vermeiden.
Kündigung wegen Minderleistung ohne Abmahnung
Eine Kündigung wegen Minderleistung ohne Abmahnung ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber vorab abmahnen, um dem Arbeitnehmer die Chance zur Verbesserung zu geben. Nur bei dauerhafter Leistungsunfähigkeit oder schwerwiegenden Pflichtverletzungen kann darauf verzichtet werden. Arbeitnehmer sollten unbedingt die Drei-Wochen-Frist beachten.
13. Monatsgehalt bei Kündigung
Das 13. Monatsgehalt ist eine wichtige Sonderzahlung für viele Arbeitnehmer. Bei Kündigung stellt sich oft die Frage nach Anspruch und Auszahlung. Entscheidend sind Stichtagsklauseln, Vertragsregelungen und die Kündigungsart. Arbeitnehmer sollten ihre Rechte prüfen, Ansprüche rechtzeitig geltend machen und bei Unsicherheit rechtliche Beratung einholen.
Kündigung oder Auflösungsvertrag
Die Wahl zwischen Kündigung und Auflösungsvertrag ist rechtlich und finanziell entscheidend. Während Kündigungen Kündigungsschutz und Klagemöglichkeiten bieten, birgt ein Auflösungsvertrag Risiken wie Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld. Arbeitnehmer sollten Abfindung, Fristen und Zeugnisregelungen sorgfältig prüfen und vor Unterschrift unbedingt rechtlichen Rat einholen.

Änderungskündigung während Kurzarbeit
Eine Änderungskündigung während Kurzarbeit ist rechtlich möglich, unterliegt aber strengen Voraussetzungen. Arbeitgeber müssen dringende betriebliche Gründe nachweisen, die über vorübergehende Krisen hinausgehen. Arbeitnehmer sollten Angebote nur unter Vorbehalt annehmen, Fristen wahren und rechtlichen Rat einholen, um ihre Schutzrechte effektiv zu sichern und Nachteile zu vermeiden.
