Kündigung wegen Krankheit

Eine Erkrankung ist immer eine unangenehme Angelegenheit. Diese ist mit Stress und Belastungen verbunden. Sollten die krankheitsbedingten Fehlzeiten innerhalb von zwei Jahren hintereinander aber mehr als jeweils 30 Arbeitstage ausmachen, besteht zudem durchaus das Problem, dass eine personenbedingte Kündigung wegen möglicher zukünftiger Erkrankungen drohen könnte. Eine solche Kündigung ist durchaus auch während der noch andauernden Erkrankung zulässig. Zu beachten ist, dass nicht etwa wegen in der Vergangenheit liegenden Erkrankungen gekündigt werden kann. Denn nur die Prognose, dass zukünftig mit einem gleichsam hohen Krankheitsstand zu rechnen ist, ist maßgeblich. Doch genau dies hat auch wesentliche Vorteile für den Arbeitnehmer.

Denn anders als bei einer verhaltens- oder betriebsbedingten Kündigung, kann bei einer „Kündigung wegen Krankheit“ einer solchen aktiv entgegengewirkt werden. Dies rührt auch daher, dass der Arbeitgeber grundsätzlich nicht weiß, aufgrund welcher Erkrankungen die Arbeitsunfähigkeitszeiten zurückzuführen sind. Auf diese kommt es aber auch an. Um eine solche Kündigung zu vermeiden, bedarf es daher einer frühzeitigen und guten Zusammenarbeit zwischen dem Rechtsbeistand, den behandelnden Ärzten und unter Umständen auch dem Arbeitgeber und der Personalvertretung.

Grundsätzlich kommen Kündigungen basierend auf häufigen Kurzerkrankungen, langandauernden Kurzerkrankungen, einer dauernden Arbeitsunfähigkeit bzw. Minderung der Arbeitsleistung in Betracht. Auch wenn keine aktuellen Zahlen vorliegen, so schätzen wir, dass ungefähr jede vierte Kündigung auf krankheitsbedingte Fehlzeiten zurückzuführen ist.

Aufgrund der höchst unterschiedlichen Entscheidungen der Gerichte durch die gesamten Instanzen hindurch, lässt allein der Fehlzeitenstand keinerlei Rückschluss auf die Wirksamkeit der Kündigung zu. Denn es gilt gerade auch im Bereich der krankheitsbedingten Kündigung das Prinzip der Einzelfallentscheidung. Maßgeblich kann dabei sein, ob die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit auf Einzelereignissen wie Unfällen basieren, diese im Zusammenhang mit der Arbeit als solchen stehen, um welche einzelnen Diagnosen es sich handelt und ob möglicherweise der Arbeitsplatz an die gesundheitliche Situation angepasst werden kann, wie z.B. durch die Gewährung einer Teilzeitbeschäftigung oder anderer Arbeitsmittel zur Körperschonung. Jedenfalls ist vor jeder krankheitsbedingten Kündigung ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen.

Eine Kündigung welche auf vergangenen Arbeitsunfähigkeiten basiert ist daher aufgrund der zumeist fehlenden Kenntnis über die Krankheitsursachen und der kaum vorauszusagenden Prognose der gerichtlichen Entscheidung mit erheblichen Risiken für den Arbeitgeber verbunden. Wir stehen Ihnen Im Falle einer krankheitsbedingten Kündigung gerne und kompetent zur Seite und helfen Ihnen.

 

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